Lichterfelde 1 vs. SC Cottbus 1 (16.11.2025)

Endstand: 2 : 7

Zusammenfassung eines sehr gebrauchten Tages

Wer am Sonntag in der Altenhofer Straße Snooker auf höchstem Niveau sehen wollte… der hat es bekommen – allerdings nur von Cottbus. Lichterfelde 1 hingegen präsentierte sich eher wie ein Haufen frisch ausgepackter Queue-Besitzer, die ihre erste Trainingsstunde morgen hätten.

Dabei waren wir vollzählig! Alle gespielt! Wirklich alle!
Und besonders aktiv: Hilmar Wenzke, der an diesem Tag offenbar beschlossen hatte, seinen inneren Anfänger komplett auszuleben.

Publikum? Hatten wir!

Über den Tag verteilt kamen rund 15 Zuschauer vorbei – und wir reden hier nicht von zufälligen Spaziergängern, die sich in der Tür vertan haben.
Nein, das waren echte Fans!
Die sahen unsere verschossenen Bälle, unser Zittern, unser Schwitzen… und blieben trotzdem. RESPEKT!

Und dann das Highlight:
Unsere TV-Übertragung.

Mittlerweile haben wir eine richtige Fan-Gemeinde im Livestream, die offenbar alles schaut, was sich bewegt – sogar unsere Snookerbälle.
Die Kommentare zur Qualität der Übertragung waren schon mehrfach positiv.
Es scheint also Leute zu geben, die unsere Matches lieber in HD verfolgen, als sich irgendeine Netflix-Serie reinzuziehen.

Cottbus mag zwei Jahre in Folge Oberliga-Meister gewesen sein –
aber WIR haben die besseren Zuschauerzahlen!

Runde 1 – Der Meister zeigt’s den Lehrlingen

Cottbus trat an mit zwei Top-Ranglisten-Endgegnern:
David Bastian und Nico Rupprecht –
also quasi die Snooker-Version eines Dark-Souls-Bosses.

Unsere Reaktion?
Eine Mischung aus Tapferkeit, Panik und leichtem Mitgefühl… für uns selbst.

Hilmar startete gegen Nico – und landete relativ schnell bei: „Okay, nächster bitte.“
Richard und Karsten versuchten ebenfalls ihr Bestes, aber Cottbus nahm uns die Frames ab wie Pokémon-Karten.

Runde 2 – Ein Lichtblick!

Laszlo Tänzer holt einen Punkt!
Das Publikum im Raum jubelte – das Publikum im Stream war vermutlich kurz davor, ihren Fernseher zu umarmen.

Karsten spielte ein paar starke Breaks, während Hilmar erneut eine Niederlage mit Stil einfuhr.
Manche sagen: Er sammelt sie. Wie Trophäen.

Runde 3 – Das Comeback der Herzen

Und plötzlich: Hilmar gewinnt 2:0!
Das Publikum klatschte, der Livestream tobte, und irgendwo in Cottbus fiel vielleicht ein Queue aus der Hand.
Laszlo kämpfte tapfer, musste sich aber Nico beugen.
Karsten bekam zum Abschluss von David nochmal eine kleine, lehrreiche Snooker-Privatstunde.

Fazit

Cottbus: zweifacher Meister, Ranglisten-Bosse, technisch gewohnt tödlich.

Wir: Anfänger – aber mit Humor, Herz, vollem Kader und einem stetig wachsenden Fanclub.

2:7: Ein Ergebnis, mit dem man leben kann. Oder zumindest trinken.

Wir wurden nicht nur gespielt – wir wurden live und in Farbe zerlegt. Aber wir hatten Zuschauer, Stream-Fans, und jede Menge Spaß.

Und wer weiß: Vielleicht jubeln beim nächsten Heimsieg schon 20 Leute vor Ort… und 50 vor dem Fernseher.